Sozialmarketing

Sozialmarketing

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Sozialmarketing ist ein Konzept aus den Kommunikationswissenschaften dessen Methoden und Modelle erfolgversprechend für die inhaltliche und visuelle Identitätsentwicklung von Marken genutzt werden kann. Im Gegensatz zum klassischen Marketing konzentriert man sich beim Sozialmarketing auf den Dialog mit der Zielgruppe und verzichtet weitestgehend auf betriebswirtschaftliche Aspekte wie z.B. Preispolitik, Absatzförderung oder distributionspolitische Entscheidungen. Sozialmarketing fördert in diesem Sinne nicht den Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen, sondern möchte die Zielgruppe von etwas überzeugen oder für etwas gewinnen. Es geht um den Austausch ideeller Ziele und der Haltung und Einstellung zu bestimmten Themen und den daraus resultierenden Reaktionen. Die Kommunikation auf Augenhöhe ist deshalb ausschlaggebend. Gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft miteinander in Dialog zu treten bilden dabei die Basis der Beziehung. Damit dies erreicht wird, steht der Einzelne mit seinen Bedürfnissen und Befindlichkeiten im Mittelpunkt der Betrachtung und wird mit seinen Wünschen, Problemen und Forderungen von Organisationen und Unternehmen ernst genommen.

Sozialmarketing findet bis Dato vorwiegend Anwendung im Non-Profitbereich. Im Zuge gesellschaftlicher Anforderungen an Unternehmen und Organisationen, und nicht zuletzt aufgrund zunehmender Verteilungskämpfe in gesättigten Märkten, findet das Konzept mehr und mehr Anwendung im klassischen Marketing. (Hessekiel u. a., 2013)
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Sozialmarketing Projekt

Der Caterer hat eine Mission: Die Zielgruppe, pflegebedürftige und ältere Menschen, sollen die individuell richtige und beste Ernährung bekommen. So brauchen z.B. Kranke mehr Proteine als Gesunde; ältere Menschen können mit der richtigen Kost gut auf Operationen vorbereitet werden; oder generelle Empfehlungen des dänischen Gesundheitsministeriums können vermittelt und umgesetzt werden. Deshalb ist im Unternehmen auch ein Ernährungsexperte beschäftigt.

Projektbeispiel "Det gode køkken"

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Literatur

Glanz, K. u. a. (2008): Health behavior and health education. 1. Aufl. San Francisco, CA: Jossey-Bass. S. 97-121

Tümmers, H. (2013): „GIB AIDS KEINE CHANCE“. Eine Präventionsbotschaft in zwei deutschen Staaten, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe, 10, H. 3, URL: http://www.zeithistorische-forschungen.de/3-2013/id=4734, Druckausgabe: S. 491-501.

Hessekiel, D. (2013): Good works!. 1. Aufl. Hoboken, N.J.: Wiley.

Kotler, Philip; Zaltman, Gerald (1971): „Social Marketing: An Approach to Planned Social Change“. In: Journal of Marketing. 35 (3), S. 3, DOI: 10.2307/1249783.

Koziol, Klaus; Pförtsch, Waldemar; Heil, Steffen u. a. (2011): Social Marketing. 1. Aufl. Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft Steuern Recht.

Loss, J.; Nagel, E. (2009): „Social Marketing – Verführung zum gesundheitsbewussten Verhalten?“. In: Das Gesundheitswesen. 72 (01), S. 54-62, DOI: 10.1055/s-0029-1241890.